Augen Lasern: LASEK / PRK Methode

Beim Augen Lasern von Kurzsichtigkeit und / oder Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) ist die LASIK Methode weit verbreitet und bekannt. Augen lasern mit der LASEK / PRK Methode wird dagegen seltener angewandt und ist daher auch weniger bekannt. Das hat natürlich auch seinen Grund: Nicht jeder ist für LASEK geeignet, bzw. nicht jeder ist bereit die Schmerzen nach der OP zu ertragen. Dennoch hat in bestimmten Fällen Augen Lasern mit der LASEK / PRK Methode zur Korrektur von Kurzsichtigkeit und / oder Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) auch seine Vorteile gegenüber LASIK: Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass bei LASEK / PRK kein Schnitt gemacht wird.

LASEK / PRK: Augen lasern ohne Schnitt

Der Unterschied zwischen LASEK und LASIK besteht nicht in der Art des verwendeten Augenlasers. LASEK und LASIK unterscheiden sich in der Vorbereitung vor dem eigentlichen Augenlasern (also bevor die Strahlen des Augenlasers das Auge erreichen). Bei der LASEK / PRK Methode erfolgt kein Schnitt ins Auge. Bei der LASEK / PRK Methode wird nur eine sehr dünne Schicht der Hornhaut mit einem Spatel zur Seite geschoben bzw. entfernt. Das sichere Verschieben der obersten Hornhautschicht vor dem Augen Lasern wird möglich, indem man die Hornhaut für einige Sekunden mit einer schwachen Alkohollösung benetzt. Dies ist völlig ungefährlich, denn die Schicht, die weggeschoben wird ist 3 Mal dünner als bei LASIK. In dieser Schicht der Hornhaut, die sich Epithel nennt, kann eine Regenerierung (d.h. Erneuerung) stattfinden. Egal ob man das Epithel komplett entfernt (PRK Methode), oder nach Augen lasern wieder zurückschiebt (LASEK), es wächst immer neues Epithel nach. Das Zurücklegen des Epithels (bei LASEK) kann bei einigen Patienten bewirken, dass sie nach der Augenlaser Operation etwas weniger Schmerzen haben, aber grundsätzlich erreicht man eine gewisse Linderung nach LASEK / PRK durch den Aufsatz einer Verbandskontaktlinse. Somit braucht nach LASEK / PRK kein Verband auf die Augen gelegt zu werden, beide Augen können daher bei einer Sitzung behandelt werden. Unsere Erfahrung mit 40.000 Augenoperationen hat aber gezeigt, dass es bei vielen Patienten keinen Unterschied im Schmerzempfinden zwischen LASEK und PRK gibt. Zudem beobachten wir immer wieder, dass gerade nach PRK in manchen Fällen eine bessere und schönere Heilung der Hornhaut stattfindet als nach LASEK. Der Chefarzt entscheidet daher situationsbedingt am OP Tisch, ob letztendlich Augen Lasern nach der PRK oder LASEK Methode durchgeführt wird. Für den Patienten macht das kein Unterschied, da beide Methoden die gleiche Entwicklung der Sicht haben. Augen Lasern nach LASEK und PRK findet jedenfalls an der Oberfläche der Hornhaut statt. Daher sprechen wir bei LASEK und PRK auch von Oberflächenmethoden. Beide haben für den Patienten denselben Verlauf und sind somit so gut wie äquivalent. Daher beschreiben wir beide Methoden immer zusammen.

Zu den Oberflächenmethoden gehören zudem auch die EPI-LASIK und die C-Ten Methoden, die letztendlich für den Patienten keinen weiteren Vorteil oder Nutzen bringen. EPI-LASIK und C-Ten werden technisch etwas anders durchgeführt, für den Patienten hat dies jedoch keine Auswirkung auf die Sichtentwicklung in der Heilungsphase. Auch die Schmerzen nach dem Augen Lasern mit diesen Oberflächenmethoden sind so gut wie gleich.

LASEK / PRK: Beschreibung der Methode

Zur Vorbereitung werden wie bei allen Augen-Laserbehandlungen anästhetische Augentropfen gegeben. Diese sorgen für eine völlig schmerzfreie Augen Laser OP.

Bei der LASEK Behandlung wird mit einem Trepan (=Rundschneidegerät) die oberflächliche Hornhaut leicht angeritzt.

Nun wird ein Gefäß mit einer Alkohollösung auf die Hornhaut aufgesetzt. Das Epithel (= oberste, regenerationsfähige Schicht der Hornhaut) wird dadurch aufgeweicht und kann so von der unterliegenden Schicht der Hornhaut (Bowman-Membran) gelöst werden.

Das Epithel wird wie ein Läppchen (Flap) von der Unterfläche abgehoben und auf die Seite geschoben. Allerdings bewegen wir uns hier nur in einer Tiefe von 50 µm, während der „echte” Flap bei einer LASIK ca. 150 µm dick ist.

Danach trägt der Augenlaser entsprechend der Fehlsichtigkeit Gewebe von der Hornhaut ab, um die Brechkraft des Auges so zu gestalten, dass das Auge ohne Sehbehelfe scharf sehen kann. Nach der Behandlung mit dem Augenlaser wird bei der LASEK der Epithelflap wieder in seine ursprüngliche Lage, also auf das behandelte Areal, zurückgelegt. Das zurückgelegt Epithel ist aber bereits biologisch tot, es erfüllt also nur mehr eine Abdeckfunktion.

Um die Wunde zu stabilisieren, wird am Ende der Operation eine weiche Verbandskontaktlinse auf die Hornhaut gegeben, die ca. 4 Tage im Auge verbleiben soll.

Die Vor- und Nachteile der LASEK /PRK Methode

Sie werden während des Augen Laserns keine Schmerzen haben, so wie bei allen anderen Methoden. Direkt nach dem Augen Lasern beginnt ein zuerst unmerkliches Augenbrennen, das sich über die nächsten 4 Stunden zu einem sehr heftigen Augenbrennen und Augentränen steigert. Diese Beschwerden können sehr heftig sein, viele Patienten sind über die Intensität überrascht; dennoch ist es trotz gegenteiligem subjektiven Erleben der Patienten auf keinen Fall gefährlich oder aus ärztlicher Sicht besorgniserregend. Für ca. 4 weitere Stunden bleiben die Beschwerden so intensiv und nehmen dann ganz langsam wieder ab. Am nächsten Tag sind die Patienten stark lichtempfindlich, auch hier gibt es große individuelle Unterschiede in der Ausprägung. In manchen Fällen können aufgrund der Lichtempfindlichkeit einige Patienten die Augen kaum oder nur kurz öffnen. Nichtsdestotrotz ist die Lichtempfindlichkeit ebenfalls völlig normal nach LASEK / PRK und dauert insgesamt 3 Tage; danach sind alle Beschwerden aber auf jeden Fall vorbei. Wir empfehlen daher 3 Tage Bettruhe in abgedunkelten Räumen. Alle geschilderten Beschwerden sind typisch nach LASEK / PRK und kommen nach LASIK kaum vor.

DieSicht ist in den meisten Fällen 1 Tag nach der LASEK / PRK relativ gut, verschlechtert sich aber danach wieder. Erst ab dem 7. Tag darf man mit einer zufriedenstellenden Sicht rechnen, so dass Sie Ihren Alltag in der Regel nach 1 Woche wieder aufnehmen können. Im ersten Monat schwankt die Sicht, z.T. auch noch recht ausgeprägt; das ist ganz normal und nicht beunruhigend. Die Sicht stabilisiert sich dann bis zum 3. Monat nach LASEK / PRK. Sie müssen auf jeden Fall Geduld haben. Nach LASIK hingegen kann man schon direkt nach der OP mit guter Sicht rechnen.

Beim Augen Lasern nach der LASEK / PRK Methode erfolgt kein tiefer Schnitt in die Hornhaut des Auges. Somit können mögliche Komplikationen des Schnitts erst gar nicht entstehen. Insbesondere entsteht kein Flap. So kann sich dann nach dem Augen Lasern auch kein Flap verschieben, was nach LASIK durch Einwirkung von außen passieren kann und dann schnellstmöglich behandelt werden muss.

Grundsätzlich gilt zwar, dass man bei LASEK / PRK u.U. auch bei Patienten mit dünner Hornhaut die Augen lasern kann, die u.U. daher keine LASIK OP durchführen lassen können, beachten muss man jedoch, dass nicht alles, was technisch möglich ist, auch medizinisch sinnvoll ist (siehe Narbenbildung bei höheren Dioptrien).

Der größte Vorteil der LASEK / PRK Methode ist, dass die oberste Hornhautschicht (das Epithel), die entfernt wird, die Fähigkeit besitzt, sich erneuern (regenerieren) zu können. Somit wächst immer neues Epithel nach. Nach ca. 12 Monaten, wenn die Heilung komplett abgeschlossen ist, bleibt (in sofern keine Narben übriggeblieben sind) keine Spur mehr nach dem Augen Lasern. Es kommt also zu einer kompletten Abheilung.

Das Risiko bei der LASEK / PRK Methode sind die gefürchteten Narbenbildungen. Daher erfolgt mindestens über den Zeitraum von 1 Monat die Behandlung mit Kortikosteroidtropfen. Oft muss die Behandlung auf 3, manchmal sogar auf 6 Monate ausgedehnt werden. Eine so lange Behandlung begünstigt die Entstehung eines grauen Star. Außerdem können die Tropfen den Augeninnendruck gefährlich steigern. Die meisten Narben heilen spätestens innerhalb von 12 Monaten ab. In ganz seltenen Fällen, kann es aber zu tiefen Narben kommen, die nicht mehr abheilen. Dies kann eine lebenslange Sehbeeinträchtigung zur Folge haben.

Um die gefürchtete Komplikation der Narbenbildung weitgehendst zu vermeiden, wird in der Augenklinik Bratislava NeoVizia die Kurzsichtigkeit (mit oder ohne Astigmatismus) bis maximal -4 Dioptrien mit der LASEK / PRK Methode gelasert. Denn die Erfahrung der Augenklinik Bratislava NeoVizia mit über 40.000 Augenoperationen hat gezeigt, dass je höher die Dioptrien sind, desto größer das Risiko der Narbenbildung und desto länger dauert die Heilung und die damit verbundene zufriedenstellende Sicht. Bei Weitsichtigkeit ist die LASEK / PRK Methode nicht zu empfehlen, da diese Patienten über eine sehr unzufrieden stellende Sicht bis 3, manchmal auch 6 Monate nach Augen Lasern klagen. Für die Augenklinik Bratislava NeoVizia ist die Zufriedenheit aller Patienten besonders wichtig und führt daher die PRK / LASEK bei Weitsichtigkeit nicht durch.

LASEK / PRK: Zusammenfassung

  • LASEK / PRK ist eine Augen Laser OP Methode zur Korrektur von Myopie (Kurzsichtigkeit) und Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) bis maximal -4 Dioptrien. Bei höheren Dioptrien steigt die Gefahr der Narbenbildung.
  • Bei der LASEK / PRK wird nach kurzem Anbringen einer schwachen Alkohollösung mit einem Spatel das Epithel der Hornhaut zur Seite geschoben oder entfernt. Danach erfolgt das eigentliche Augen Lasern. Nach dem Augen Lasern wird eine Kontaktlinse angebracht, die ca. 4 Tage im Auge verbleibt.
  • Typische Beschwerden nach dem Augen Lasern sind intensives Augenbrennen und Augentränen, sowie eine 3-tägige Lichtscheue. Die Sicht entwickelt sich in ca. 1 Woche nach dem Augen Lasern, schwankt aber im 1. Monat noch mitunter stark.
  • Zur kompletten Abheilung kommt es nach ca. 6–12 Monaten.
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LASEK: Augen lasern ohne Schnitt

 

Möglich bis –4 Dioptrien

Schmerzen nach LASEK

 

Langsame Sichtentwicklung

Wie haben unsere Patienten die OP erlebt?